Blog über Spiritualität, Yoga & Lebensthemen

EU Wahl blog"Achte auf Deine Gesinnung, denn sie wird zu Gedanken.
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Achte auf Dein Schicksal, denn es bestimmt Dein Leben.
Achte auf Dein Leben, denn es bestimmt Deine Gesellschaft.“
Nach einem Sprichwort aus China

Im Gegensatz zur weltlichen, nach außen gerichteten Gesinnung, führt der spirituelle Weg zunächst nach innen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist eine ethische und menschlich korrekte Grundhaltung. Wenn wir verletzen, lügen, stehlen, sexuellen Missbrauch begehen oder uns sinnlos bereichern (und nicht der yogischen Grundethik folgen), dann wird es kaum möglich sein, Stille und Klarheit zu kultivieren. Aber genau dieses meditative Nach-Innen-Lauschen braucht es, um wirklich zu erkennen, wer ich eigentlich bin, und was für mich tatsächlich und langfristig heilsam ist und Zufriedenheit bringt.

Baby in Haenden Nele hq„Die Ursache aller Probleme liegt in mir – die Lösung aller Probleme liegt in mir!“

Der Begriff Puruṣārtha besteht aus zwei Worten: Purusha bedeutet in diesem Zusammenhang „Mensch“ und Artha „Schatz“ oder „Ziel“. Darunter verstanden werden vier Bereiche, die schon in den zwei wichtigsten Epen des Hinduismus, Ramayana und Mahabharata, als einzigartige Schlüssel gesehen wurden, um Klarheit und Zufriedenheit in die Komplexität des Lebens zu bringen:
1) Artha = Grundbedürfnisse, materielle Sicherheit, Reichtum
2) Kāma = Sinnliche Freuden, Lust, Leidenschaft, Ästhetik, Liebe
3) Dharma = Pflicht, Ethik, Lebenssinn
4) Moksha = Befreiung

Kerze Sonnenaufgang Bali„In der berühmten Kâlâma-Sutta erinnert uns der Buddha daran, dass wir letztendlich nur unserer eigenen Erfahrung von Realität vertrauen sollen; und nicht was von anderen gesagt wird.“ Thanissaro Bhikkhu

In den letzten Jahren sind Missbrauchsvorwürfe gegenüber Lehrern, Meistern, Mönchen, Priestern und anderen spirituellen Gestalten in (fast) allen religiösen und spirituellen Kreisen zunehmend an die Öffentlichkeit geraten. Dieser beunruhigende Anstieg hat sicherlich mit der modernen Medienwelt zu tun und deren lauffeuerartigen Verbreitung von Fakten und Fakenews. Gesagtes und Gesehenes - egal wie verschleiert, brutal und unakzeptabel - kann sich innerhalb weniger Klicks über den ganzen Planeten verbreiten.

Yogi Agonda sunset"Letztendlich geht es nicht darum, wie weit wir reisen,
sondern darum, ob jede Lebensreise uns näher an jenen Ort führt,
wo Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen.“

Seit meinem 19. Lebensjahr habe ich keinen Winter mehr in heimischen Gefilden verbracht. Ich möchte hier ein paar Gedanken teilen, die mich jedes Jahr wie einen Zugvogel zu so einem drastischen Orts- und Klimawechsel bewegt. Insgesamt habe ich gut zwei Jahrzehnte fernab von Europa gelebt: Die meiste Zeit davon in Sri Lanka und Indien, aber auch in Amerika, Thailand, Australien und in den letzten Jahren einige Monate in Bali.