Blog über Spiritualität, Yoga & Lebensthemen

SatsangaDaniela und ich waren gerade zum 4. Mal eim “Conversations in Yoga” Retreat von Emil Wendel in Goa; und es war einer der wenigen Male, wo ich eine Power Point Presentation über mein Leben als Mönch gehalten habe . . . was mir mittlerweile wie ein anderes Leben vorkommt. Es ging dabei aber nicht nur um Askese, Abenteuer und soziales Engagement, sondern auch um mein Resümee einer 30-lährigen spirituellen Reise:
“Jeden Tag kann ich mir bewusst machen, dass es möglich ist in dieser Welt zu leben, ohne durch die“Ashta Loka Dharma”* aus dem Gleichgewicht zu kommen . . . und der Rest wird sich von selber entfalten!”
(* Die acht weltlichen Phänomene sind: Glück und Leid, Gewinn und Verlust, Verehrung und Verachtung, Erfolg und Misserfolg)

Agonda sunsrise northMorgenstimmung in Agonda, mein Lieblingsstrand in Indien. „Im Osten wurde immer vor Sonnenaufgang meditiert. Sie nennen dort diese Zeit „brahmamuhurta“, den Augenblick des Göttlichen. Denn mit der Sonne steigen Energien auf und fangen an, in die gewohnten Muster zu fließen, die du geschaffen hast. Am frühen Morgen, ist jedoch alles still und die Natur schläft: die Bäume schlafen, die Vögel schlafen, die ganze Welt schläft, auch dein Körper ist noch still. Versuche einfach hier in diesem Moment zu sein. Tue nichts; meditiere nicht einmal. Gib dir keine Mühe. Schließe einfach deine Augen und bleib still, in der Stille der Natur.“ Zitat aus „Das Yoga-Buch“ von Osho

monks monkys webDer heilige Berg Arunachala ist einer der wenigen Plätze auf diesem Planeten, wo es mich wie zu einem Magneten hinzieht. Dort wird all das so nichtig, was ich je in diesem Leben erreicht habe und künftige Ziele verlieren ihre scheinbare Wichtigkeit. Eine ganz leise Ahnung kommt auf, dass mein Leben und diese Welt nur ein illusionärer Film ist, der auf die ewige Leinwand des Seins projiziert werden. Und ich muss gestehen, dass es einige Überwindung braucht, um mich von dieser Anziehungskraft wieder zu lösen; bzw. meine wunderbare Frau, bestimmte (karmische) Verpflichtungen und einige Tricks, mit denen mich Maya wieder in die „Alltagswirklichkeit“ zurück holt : )

Sri Ramana Maharshi: „Entsagung geschieht im Geist und nicht dadurch, dass man in den Wald oder die Einsamkeit geht und die Pflichten aufgibt. Das Wichtigste ist, darauf zu achten, dass sich der Geist nach innen wendet und nicht nach außen.“

Arunachala Sonnenaufgang innerpathNach 7 Monaten ist es endlich so weit: Meine neue Webseite ist Online!!!
Heute morgens hab ich noch den (halben) Hl. Berg Arunachala in umwandert . . . und schon geschehen Wunder!
Großen Dank und Respekt an meinen Webmaster Peter Baumgartner Baumgartner der mit so viel Geduld und Mühe auf meine vielen Wünsche einzugehen. . . . . denn manchmal ist es gar nicht so leicht Vielfalt in übersichtliche Einfachheit zu transformieren – noch dazu bei der Menge an Infos. Dank auch an meine Frau und unersetzliche Designerberaterin Daniela Wolff; und an all den anderen Mitwirkenden wie Bryan Reinhart für die genialen Fotos, etc.
Auch wenn so ein Webseiten-Projekt zunächst die Identifikation stärkt und das Ego herausputzt, habe ich zumindest versucht "Simple Wisdom" und Authentizität in den Vordergrund zu stellen ... statt "Showbusiness" und esoterischen Kitsch : ).
Möge schließlich der Inhalt dazu beitragen mich und andere jener Wahrheit und Stille ein Stück näher zu bringen, die man weder durch Worte ausdrücken noch auf Webseiten zeigen kann - sondern nur in uns selber zu finden ist. Und dafür ist das sattvische Ambiente von Sri Ramana Maharshi der richtige Ausgangspunkt!
„Deham - Naham - Koham - Soham!“
Dieser Körper: Bin ich nicht! - Wer bin ich? - Ich bin Bewusstsein!
Namaste vom Arunachala, Florian