Blog über Spiritualität, Yoga & Lebensthemen

Herzblatt Bali„Zu welchem Ufer willst du gelangen, mein Herz? Es gibt keinen Weg und niemand, der dir vorangeht. Was heißt schon Kommen und Gehen? An jenem Ufer kein Boot und kein Fährmann das Boot zu verankern. Da gibt es weder Himmel noch Erde, weder Zeit noch irgendein Ding, kein Ufer und keine Küste. Bedenke es wohl, mein Herz! Gehe nicht anderswohin.“
Diese Worte stammen vom indischen Mystiker Kabir. Er hatte die Fähigkeit, auf poetischer Weise Bhakti, Vedanta und Sufismus miteinander zu verbinden.

5Finger SunriseDurch meine Erfahrungen der letzten 30 Jahre wurde mir bewusst, dass man Meditation in (mindestens) fünf Arten verstehen und praktizieren kann. Auch wenn die Schwerpunkte dabei unterschiedlich gelagert sind, überschneiden sich diese oder gehen fließend ineinander über.

1) Konzentration
2) Offenes Gewahrsein
3) Kontemplation
4) Versenkung
5) Erkenntnis

stacheldrahtDiese sogenannten „Sieben Sünden der Zivilisation“ wurden zwar durch Mahatma Gandhi bekannt, aber sie stammen aus dem Westen. Vor 100 Jahren wurden sie von dem anglikanischen Priester Donaldson in Großbritannien gepredigt; ein Land, das gerade eines seiner größten Staatskrisen erlebt, weil Politiker sich nicht an diese Bekenntnisse zur Wahrheit und Menschlichkeit gehalten haben.
1. Reichtum ohne Arbeit
2. Genuss ohne Gewissen
3. Wissen ohne Charakter
4. Geschäft ohne Moral
5. Wissenschaft ohne Menschlichkeit
6. Religion ohne Opfer
7. Politik ohne Prinzipien

blume tau sonnenaufgang„Wie eine Seiltänzerin ständig ihr Gewicht ausbalancieren muss, so gilt es auch in der Meditation, die verschiedenen Pole fein miteinander abzustimmen: Wachheit mit Entspannung, präzises Gegenwärtigsein mit Sanftheit, Entschlossenheit mit Vertrauen, Stabilität mit Weite, Makellosigkeit mit bedingungsloser Annahme und Sammlung mit Erforschen.“   Richard Stiegler