Blog über Spiritualität, Yoga & Lebensthemen

Pflanzen Schirm WasserreflktetionTreffen sich zwei Planeten: "Siehst du schlecht aus!“ -
„Ich hab‘ Homo Sapiens ..." - "Keine Sorge, das geht auch wieder vorbei!"

Man kann nur hoffen, dass das Corona-Thema bald verdunsten wird, damit wir uns hoffentlich mit voller Aufmerksamkeit, Kreativität und Kompromissbereitschaft den dringlichen (aber nicht so populären und angstbesessenen) Schwerpunkten wie Umweltbewusstsein und Naturschutz zuwenden können. Zwar sind die „Fridays for Future“ Proteste verschwunden. Aber durch die Corona-Maßnahmen wurde uns vor Augen geführt, wie schnell Veränderung tatsächlich möglich wäre, wenn Regierung und Bevölkerung dahinter eine Notwendigkeit sehen würden. Und zwar zum Wohl für alle und nicht zum Vorteil von Wenigen mit den unvorstellbaren Kollateralschäden für Mensch, Tier und Natur.

Wald Herz BlogIn Krisenzeiten habe ich dann schlechte Karten, wenn ich mich negativen Personen anvertraue, die mit jeder Lösung ein Problem haben. Wenn meine Wahrnehmungsfähigkeit durch Emotionen zu stark beeinträchtigt ist und meine Stimmungen mich ungezügelt durchs Leben reißen. Wenn ich inkompetent und problemorientiert bin und wenn ich mich mit anderen immer wieder zerstreite und Stress ein Dauerthema in meinem Leben ist.

Monsun blog„Wir wollen die kleinen Dinge lieben,
das Zarte, das Unscheinbare,
das Schwache und Leise,
das in uns und zwischen uns atmet
und nach dem Segen des Künftigen fragt.
Wir wollen die kleinen Dinge hüten,
das Geringe, das sich seiner Größe nicht erinnert,
Das Wachsende, dem zu oft Gewalt angetan wurde,
und das Hoffnungsvolle,
das stiller wurde mit jeder Verletzung.“
Giannina Wedde

Eine Krise beinhaltet nicht nur Negatives und Schlechtes, sondern bietet mir auch immer eine einzigartige Chance zur Entfaltung. Das altgriechische Wort krísis bedeutet ursprünglich ‚Meinung, Beurteilung, Entscheidung‘. Es ist also eine Zeit, in der ich meine Komfortzone und Gewohnheiten hinter mir lassen muss, weil es in meinem Leben, in der Gesellschaft oder global einen Umbruch gibt. Dabei ist die größte Katastrophe oder „Umwendung“, die jedes Lebewesen früher oder später erleben wird, der eigene Tod. Aber schon lange vor dem eigenen irdischen Ableben, können mir bestimmte Erfahrungen die Lebensfreude nehmen.

Corona Brief 2Ich finde,  dass es - bei der undurchsichtigen Faktenlage und den unvorhersehbaren Zukunfts-Aussichten - derzeit ein schwieriges Unterfangen ist, einen Blogbeitrag über die Corona-Situation zu schreiben. Allerdings haben mich in letzter Zeit zwei Schriftstücke in Form von Briefen sehr berührt, in denen eine zeitlose Weisheit mitschwingt, die auch noch eine Aussagekraft haben wird, wenn die gegenwärtige Problematik abgeklungen ist. Ursprünglich wollte ich die Texte aus dem Englischen übersetzen, aber da es dazu schon deutsche Fassungen gibt, möchte ich diese hier wiedergeben.

Der erste Brief wurde von Kristin Flyntz am 12. März verfasst und von Thomas Biedermann am 21. März übersetzt.

Der zweite Brief stammt von einem unbekannten Autor, wahrscheinlich ursprünglich auf Italienisch, und erschien unter dem Titel „Lettera per tutti noi, dal virus“. Ebenfalls unbekannt ist, wer dazu die deutsche Übersetzung verfasste, die am 21. März auf Youtube veröffentlicht wurde.