Hier möchte ich auf die persönliche Frage eingehen: „Wer ist Florian Palzinsky?“ Die Antwort darauf wird nie endgültig sein, denn die einzige Konstante im Leben ist Veränderung.

Fernweh

Nach einer unbeschwerten Kindheit, die ich im Salzkammergut verbringen durfte und acht Jahre im Gymnasium und im Internet in Salzburg, zog es mich schon bald in die Ferne: Nach der Matura bereiste ich für zwei Jahre Amerika, wo ich entdeckte, dass ich mehr an östlicher Spiritualität als an Landkommunen und Gemüseanbau interessiert bin.

Buddhismus und Mönchsleben

Eine frühe Lebenskrise legte sich erst mit der Faszination für den Buddhismus und inspirierte mich dazu, mit 22 Jahren buddhistischer Mönch in einem thailändischen Waldkloster zu werden. Drei Jahre später setzte sich mein asketisches Leben in Sri Lanka fort, wo ich nicht nur in abgeschiedener Wildnis lebte, sondern auch literarisch und sozial aktiv wurde. Es brauchte zwölf asketische Jahre und den Kontakt zum Yoga, bis ich meine neuen Lebensinteressen gegen die Mönchsrobe tauschte.

Yoga und Asien

Trotz der intensiven körperbetonten Yoga-Ausbildungen, die ich in Australien und Europa absolviert hatte, habe ich meine Leidenschaft für die meditative Praxis nie aus den Augen verloren. Meine zahlreichen Reisen nach Indien und die Lehre von Sri Ramana Maharshi öffnete mir dabei neue spirituelle Dimensionen. Schließlich lernte ich meine jetzige Frau Daniela in einem Ayurvedazentrum in Sri Lanka – wo ich Yoga unterrichtete – kennen.

Partnerschaft, Beruf und Heimat

Durch diese Beziehung und durch meinen Beruf als selbständiger Yoga- und Meditationslehrer eröffnete sich neue und interessante Möglichkeiten, Spiritualität und weltlicher Alltag, innere Entfaltung und Gemeinschaft miteinander in Verbindung und in Balance zu bringen. Einige Jahre pendelte wir zwischen Asien und Europa hin und her, bis wir uns schließlich für unseren Lebensmittelpunkt in meiner ursprünglichen Heimat im Mondseeland, Salzkammergut entschieden. Dort gründeten wir ein kleines spirituelles Gäste- und Seminarhaus für Retreats, Workshops und Kurse.

Leben wie Zugvögel

Durch die Lockdownzeiten und die selbstverständliche Nutzung von Zoom als Unterrichtmittel wurde es uns möglich, unsere Freiheiten und Auszeiten zu verlängern. Seit 2020 verbringen wir die Winter in Spanien und fahren mit dem Frühling wieder Richtung Norden. Zusätzlich haben wir in den letzten Jahren die Freiheiten und Eigenheiten des Camperlebens entdeckt.

Spiritueller Freigeist

Auch wenn meine spirituelle Offenheit, Neugier, Konsequenz und Praxis mich in die Tiefe alter östlicher Weisheitslehren wie Buddhismus, Hinduismus und Taoismus geführt hat: Im Herzen fühle ich mich mehr denn je als spiritueller und rebellischer Freigeist.

„Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens. In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft. Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision.“
Rumi

„Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens. In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft. Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision.“
Rumi

Spirituelle Chronologie

1969 Geboren in Wels, Oberösterreich
1984 erster Kontakt mit Spiritualität und Philosophie über Literatur u.a. von Erich Fromm und Hermann Hesse
1990-91: Leben im Buddhistischen Zentrum in Scheibbs (Niederösterreich) und dem Theravada-Kloster Dhammapala in der Schweiz
1992 – 2004: Theravada-Mönch in Thailand und Sri Lanka
2004: Veröffentlichung des Buches „Wie ein Fremder im Paradies: Mein Leben als buddhistischer Mönch zwischen Askese, Abenteur und sozialem Enagement“
1999 – 2002: Vipassana-Meditation nach S.N. Goenka
1999 – 2018 Sozialprojekte in Sri Lanka
Seit
2002 Yogapraxis und Weiterbildungen u.a. bei Achariya Venkatesh (Indien), Paddy McGrath (Australien), Aadil Palkhivala (Indien/USA), Emil Wendel (Schweiz/Bali).
2003: Veröffentlichung des autobiographischen Buches „Wie ein Fremder im Paradies“
2004 – 2007: Yogalehrer-Ausbildungen bei Nicky Knoff in Australien: Foundation, Intermediate, Yoga-Therapie
Seit
2004 Internationale Tätigkeit als Yoga- und Meditationslehrer, u.a. in Sri Lanka, Indien, Burma, China, Australien, England, Irland, Italien, Finnland, Holland, Spanien.
2008 – 2019 Transpersonale Prozessarbeit und „Schritte ins Sein“-Ausbildung in 13 Blöcken bei Richard Stiegler.
2011 – 2019 Aufenthalte im Sri Ramanashram und im Ayurvedazentrum Vaidyagrama in Südindien.
Seit 2011 Publikationen in Yogamagazinen, speziell in „Yoga Aktuell“
2023 und 2024 erschien „Simple Wisdom Band 1 + Band 2“ mit jeweils 24 Artikel voller einfachen Weisheiten, lebensbezogenen Einsichten und stimmungsvollen Fotos.
Seit 2023 Beschäftigung mit dem Taoismus

Interviews & Mönchsleben

„Religionen der Welt: Yoga und Buddhismus“ (ORF-Doku auf YouTube, 2010)
Portrait im Yoga Guide (2011)
Interview von Tim Schlenzig (2012)
„Tsunami-Hilfsprojekte und Mönchleben in Sri Lanka“ (ARD-Doku auf YouTube, 2014)
11 Fragen von Alexandru Sandbrand (2017)
Leben als buddhistischer Mönch: Teil 1 / Teil 2 (2017)
Yoga Retreat – Rückzug in die Spiritualität von Verena Arnold (2020)
„Mut zur Wahrheit und Leben als buddhistischer Mönch“ (Interview auf YouTube mit Jakob Horvat, 2022)

Gastreferent

Seit 2019 halbe ich Meditation, Pranayama, Spiritualität und alltagsbezogene Philosophie bei folgenden Yogalehrer-Ausbildungen oder Weiterbildungen präsentiert:
„Yogatherapie-Ausbildung“ in Mödling von Peter Pöckh (Peter Poeckh (www.peterpoeckh.at)
„Medical Yoga Ausbildung“ in Salzburg von Eva Hafer-Forstenlechner (www.spiraldynamik-yoga.at)
„Yogalehrer-Ausbildung + 300h“ Isny i. Allgäu Tanja Maria Mendler (www.koerperschule-isny.de)
„Yogalehrer-Ausbildung + 300h“ in Innsbruck von Helene Krainer (www.yogausbildung.com)
„Yogalehrer Ausbildung“ in Linz von Gabriele Honauer (www.honauer.at)
„Yogalehrer Ausbildung“ von Richard Hackenberg (www.yoga-pranayama.de)
„Yoga Intensiv Training“ in der Schweiz von Manuela Peverelli (www.karmacircus.com)

Sozialprojekte

1999 wurde mir in meinem 7. Jahr als Mönch klar, dass es mir dabei nicht nur um meine spirituelle Praxis geht, sondern dass ich mich auch sozial für meine Mitmenschen in meiner Umgebung einsetzten möchte. Mein Engagement begann damit, Gefängnisse in Sri Lanka zu besuchen, um dort Meditation zu unterrichten und mich für das Wohlbefinden der Häftlinge und deren Familien einzusetzen.
Meine Sozialprojekte erreichten einen unerwarteten Höhepunkt, nachdem ein gewaltiger Tsunami im Dezember 2004 große Landstriche verwüstet hatte. Auch wenn ich das letzte Mal Sri Lanka 2014 besucht hatte, unterstütze ich weiterhin immer wieder ein paar wenige Projekte. Diese werden von Thushara Pradeep betreut, mein treuer Projektmanager seit 2005.

Bisher haben wir folgende Projekte in Sri Lanka unterstützt:

  • Schulbeihilfen und Gehälter von Kindergärtnerinnen
  • Tsunami- und Kriegsflüchtlings-Projekte und Unterstützung von Familien
  • Förderung von Schulkindern, Studenten und Lehrer
  • Brunnen- und Dammprojekte
  • Unterstützung der Ureinwohner von Sri Lanka
  • Unterstützung von Bauern und Kleinunternehmen u.a. durch Nähmaschinen, Handwerkzeuge, Fischerboote, Fahrräder.
  • Unterstützung von Insassen in Frauen- und Männer-Gefängnissen.

Spenden sind herzlich willkommen:
Konto: „Sozialprojekte SW“
IBAN: AT25 3432 2000 0032 3352
BIC (SWIFT): RZOOAT2L322
Betreff: „Sri Lanka Hilfe“

Was andere über mein Wirken sagen:

„Du wirkst so pragmatisch und undogmatisch und gleichzeitig so verwurzelt in den verschiedenen Traditionen. Nach den paar Tagen im Retreat bin ich so frei rausgeschwebt mit dem wunderbar beglückenden Gefühl mit allem verbunden zu sein. Herzlichen Dank für Deine Leichtigkeit mit der du komplexe Themen vermittelst! Diese Leichtigkeit zeigt eine vorausgegangene tiefgehende Auseinandersetzung mit der Materie.“

Johanna L.

Weitere Blogbeiträge

Wie kam ich zur Meditation und zum Yoga

Florian spricht mit Judith Herzl-Rößler darüber, wie er mit 17 Jahren zum ersten Mal mit Meditation und Yoga in Kontakt gekommen ist. Er erklärt, warum Spiritualität seine Berufung und sein Beruf geworden ist, wie er ganzheitlichen Yoga versteht und was Teilnehmer in seinem Unterricht erwarten können.