Auf die Frage „Was ist Meditation?“ gibt es wahrscheinlich so viele Antworten, wie es Meditations-Methoden, Meditations-Lehrer und Meditierende gibt. Vielleicht ist es daher leichter zu definieren, was wir beim Meditieren hinter uns lassen. In einem meditativen Zustand transzendieren wir – zumindest bis zu einem gewissen Grad – das all-zu-menschliche Alltags-Bewusstsein.
Dabei werden wir von den gewöhnlichen äußeren Reizen und unseren inneren Emotionen nicht mehr hin- und hergerissen. Aber wir versinken auch nicht in eine apathische Trägheit oder verlieren unser Bewusstsein im Schlafzustand.
Meditieren beinhaltet also eine Wachheit, die nicht von Unruhe durchdrungen ist; und sie bewirkt eine Entspanntheit, die nicht in Trägheit versinkt. (Übrigens wird im Yoga dieser Geisteszustand mit „Sattva“ bezeichnet)

Jeder Mensch meditiert

Egal wie alt du bist und wie dein momentaner Alltag aussieht; egal welche Erfahrungen du bisher gemacht hast, und welche Prioritäten und Lebensziele du hast; egal ob du eine regelmäßige spirituelle Praxis hast oder noch nie auf einer Yogamatten gestanden oder auf einem Meditationskissen gesessen bist. Jeder Mensch erlebt immer wieder meditative Momente, egal ob du sie so bezeichnest oder nicht.
Solch meditative Erfahrungen sind manchmal ganz natürlich und unspektakulär. Es sind Lebensmomente, wo du dich einfach glücklich fühlst. Du fühlst dich grundlos zufrieden, weil du einfach gerade im Hier & Jetzt bist, ohne Gedanken an Vergangenes oder Zukünftiges, ohne jegliche Identifikation, Rollenspiel und Wertung, völlig zeitlos, grenzenlos, absichtslos und ungebunden.

Veranstaltungen

  • » Die Kunst der Lebens­balance: Meditations-Yoga-Seminar

    18. - 21. Mai 2024

    Schloss Goldegg, 5622 Goldegg, Hofmark 1

  • » Meditations-Weiterbildung in 5 Modulen

    5 Module vom 9. Juni bis 6. Oktober

    A 5164 Seeham / Salzburg

  • » Kraftquelle Yoga-Meditations-Seminar

    14. + 15. Juni 2024

    Schloss Goldegg, 5622 Goldegg, Hofmark 1

Meditation passiert

Eine der Antworten auf die Frage „Was ist Meditation“ beinhaltet, dass man Meditation nicht erzwingen kann. So kann ein natürlicher Meditations-Zustand kann beispielsweise in der Hängematte im Urlaub passieren, wenn du ganz wach und entspannt in die Sonne blinzelst, den Wind spürst und das Rauschen des Meeres hörst. Ein meditativer Flow-Zustand kann sich aber auch ganz von selber einstellen, wenn du dich in einer faszinierenden Betätigung verlierst, ein Musikstück dich zutiefst berührt oder eine Begegnung dir dein Herz öffnet.

Sehnsucht nach Meditation

Meditative Zustände wirken zwar eine gewisse Zeit nach. Doch im Alltag werden sie schnell von zahlreichen Eindrücken, deinen persönlichen Identifikationen, deinen gewohnten Reaktionen und deinen Emotionen überlagert. Wird dein Level an Stress, Angst, Trauert, Wut oder Schmerz als zu groß oder zu überwältigend empfunden, dann wird vielleicht die Sehnsucht nach jenen meditativen Erfahrungen wieder geweckt, die du irgendwann einmal erlebt hattest. Denn sie beinhalten jene grundlegenden Bedürfnisse, die in jedem Mensch resonieren: Lebensfreude und Liebe, Gelassenheit und Zufriedenheit, Sinnhaftigkeit und Zuversicht.
Meditation als Lebensanker und Alltagsstütze

Wenn du das Bedürfnis hast, dass deine Zufriedenheit und deine Freude nicht nur von äußeren Umständen und Zufällen abhängig ist; wenn du Vertrauen in deine Selbstwirksamkeit und in das spirituelle Potenzial hast, das in jedem Menschen schlummert: Dann ist Meditation vielleicht der richtige Anker für deine innere Balance und das richtige Mittel für deine gegenwärtigen Lebensschritte.
Auch wenn die Früchte einer regelmäßigen mediativen Praxis nicht unbedingt sofort im Alltag spürbar sind: Früher oder später wirst du merken, dass du dich nicht mehr so schnell in Emotionen verlierst und dass du sie nicht mehr so reflexartig gegen dich und andere ausagierst. Und du wirst dich nach einer Emotionsflut wieder schneller in ein inneres Gleichgewicht einpendeln, ohne dabei solch menschliche Gefühle zu unterdrücken. Meditative Erfahrungen werden dir mit der Zeit heilsame Stützen im Alltag sein. Und du wirst dich dadurch weniger in innere und äußere Konflikte verwickeln und freundlicher und gelassener durchs Leben wandeln.

„Bei der Meditation geht es darum, die Wahrheit in jedem Augenblick zu sehen – nicht die absolute Wahrheit, sondern in jedem Moment das Wahre und Unwahre.“
Jiddu Krishnamurti


„Bei der Meditation geht es darum, die Wahrheit in jedem Augenblick zu sehen – nicht die absolute Wahrheit, sondern in jedem Moment das Wahre und Unwahre.“
Jiddu Krishnamurti


4 Ebenen der Meditation: Leben, Körper, Psyche, das Absolute

Vereinfacht kann man sagen, dass es auf die Frage „Was ist Meditation?“ wichtige andere Fragen gibt, die dich in vier unterschiedlichen Bereiche in die Tiefe und Klarheit führen.

1) Leben und Alltag

Wie wirken auf mich bestimmte Lebensumstände und Mitmenschen? Und wie kann ich durch meine meditative Ausrichtung diesen positive und gelassen begegnen?

2) Körper und Atem

Wie erlebe ich meinen Körper, meine physische Haltung und meinen Atem? Und kann ich durch meine spirituelle Haltung im Körper und Geist lebendiger und entspannter werden?

3) Offenheit und Sensibilität

Kann ich meiner Psyche mit diesen Qualitäten begegnen, meine Emotionen beobachten und diese in positive Gefühle transformieren?

4) Identifikation loslassen

Wie sehr ist es mir möglich mein verwickeltes Ego zu durchschauen und mich von meinen menschlichen Identifikation zu lösen? Und wie weit kann ich mich dem zeitlosen, grenzlosen und transpersonalen Göttlichen öffnen?

Meditation, Spiritualität und Alltag

Durch solch unterschiedliche Mediations-Zugänge wird es dir möglich sein, neue und heilsame Blickwinkel einzunehmen: Auf dich, auf andere und auf das Leben mit all seinen Licht- und Schatten-Seiten. Diese Sichtweise, jenseits vom gewohnten Alltag und weltlicher Einstellung, eröffnet dir die Welt der Spiritualität. Und mit dieser ganzheitlichen Erfahrung werden sich früher oder später einige deiner Perspektiven und Prioritäten im Alltag zum Positiven relativieren, verändern und transformieren.
Durch die Kraft der Meditation wirst du den Höhen und Tiefen des Lebens und all dem, was zum Menschsein dazugehört, gelassener, demütiger und sorgloser begegnen: Weltliches Glück und Unglück, Gewinn und Verlust, Respekt und Verachtung, Erfolg und Misserfolg, Geburt, Altern, Krankheit und Tod.

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    18. - 21. Mai 2024

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    5 Module vom 9. Juni bis 6. Oktober

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Was andere über mein Wirken sagen:

„Florians Art der Meditationsführung ist für meine Erfahrung sehr hilfreich. Er kann in die Meditation und in die Stille kommen bestens aufgreifen und vermitteln.“

Gerald S.

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Grundhaltung der Meditation
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In dieser geführten Meditation geht es um die wesentliche Grundhaltungen der Meditation: Offenheit und Interesse, Nicht-Wissen und nichts verstehen müssen, Vertrauen und Hingabe, Liebe und Mut zur Wahrheit. Erst dadurch werden wir gegenwartsbezogen und prozessorientiert, ohne dass wir eine bestimmte Erwartung an uns und diesen einzigarten Augenblick haben und ohne ein Ziel zu verfolgen.