herz peacte strand„Es ist Unsinn, sagt die Vernunft / Es ist was es ist, sagt die Liebe
Es ist Unglück, sagt die Berechnung / Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht / Es ist was es ist, sagt die Liebe
Es ist lächerlich, sagt der Stolz / Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung / Es ist was es ist, sagt die Liebe.“
Erich Fried „Was es ist“

Unsere unvorstellbar reichhaltige Gefühlswelt wird wahrscheinlich nur von zwei Grundgefühlen initiiert: Angst und Liebe. Und trotz vieler übernommener Muster, mitgebrachter Erfahrungen und gegenwärtiger Umstände liegt es im Endeffekt immer an dir, mit welcher inneren Haltung du diesem Augenblick und deinem Leben begegnest.

Kreuz WaldDie Natur und die Jahreszeiten halten uns einen Spiegel der Vergänglichkeit vor Augen. Jeder Jahresabschnitt steht für eine bestimmte Lebensphase: der Frühling für Geburt und Jugend; der Sommer für die Lebensmitte und Umsetzungen von Lebenszielen; der Herbst für das Ernten der Früchte und für das Loslassen im Lebensabend und der Winter für den endgültigen Abschied. Bei genauerer Betrachtung deiner Umwelt wirst du beobachten, dass nicht nur Veränderung ständig passiert - und das einzige ist, was fortdauert - sondern auch völlige Auflösung immanent da ist.

Gunas Wasserlilie fin2>> zum 1. Teil

Wenn unser Geist von tamasischen und rajasischen Kräften beeinflusst wird, dann ist auch unsere Sichtweise auf die Welt entsprechend subjektiv gefärbt. So kann Tamas die Empfindung hervorrufen, dass alle gegen uns oder wir an allem schuld sind, und es keinen Ausweg gibt. Haben wir eine rajasísche Brille auf, dann sehen wir hinter allem und jedem nur ein Mittel, um irgendwelche Ziele zu erreichen. Nur im sattvischen Zustand ist es uns möglich, einen gewissen objektiven Blickwinkel einzunehmen und das Spiel der Gunas zu durchschauen, ohne darauf reagieren zu müssen.

Gunas Wasserlilie fin„Statt Erfolg oder Nichterfolg wird mit Hilfe der Gunas eine Richtung angestrebt, welche die sattvische Komponente unseres Denkens und Handelns stärkt.“ (Alexander Kobs)

Der Sanskrit-Begriff ‚Guna‘ heißt eigentlich Faden; er hat aber auch die Bedeutung von Eigenschaften und Qualitäten, die durch Urmaterie (Prakriti) oder Illusion (Maya) bedingt sind. Die damit gemeinten drei Kräfte von Tamas, Rajas und Sattva wirken in unterschiedlicher Art in der Natur, aber auch in jedem von uns - sowohl auf physischer und mentaler Ebene, von der Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Die Zunahme einer Qualität geht dabei immer auf Kosten der zwei anderen.

Shiva blogEs ist nicht ungewöhnlich, dass Gesellschaften mit ihren Tendenzen die ursprüngliche Bedeutung von Begriffen verändern oder missinterpretierten. Auch wenn vor gut 2000 Jahren unter Yoga die Beruhigung der Gedanken verstanden wurde, so assoziiert man in unserer bewegten und schnelllebigen Zeit darunter oft Gymnastik, Workout oder Aerobic-Ersatz, verpackt in esoterische Sanskritnamen. Es ist auch nicht überraschend, wenn man heutzutage unter Āsana in erster Linie eine komplexe oder komplizierte Körperhaltung versteht, die man meist nur wenige Momente halten will oder kann.

Waldplatz sw„Stein am Weg, du bist stärker als ich! Baum in der Wiese, du wirst mich überdauern, und vielleicht sogar du, kleiner Himbeerstrauch, und vielleiht sogar du, rosig behauchte Anemone. Einen Atemzug lang spüre ich, tiefer als je, die Flüchtigkeit meiner Form und fühle mich hinübergezogen zur Verwandlung, zum Stein, zur Erde, zum Himbeerstrauch, zur Baumwurzel. An die Zeichen des Vergehens klammert sich mein Durst, an Erde und Wasser und verwelktes Laub. Morgen, übermorgen, bald bin ich du, bin ich Laub, bin ich Erde, bin ich Wurzel.“
Hermann Hesse

Flo Irrsee MorgenIn dem 1974 veröffentlichten Buch "Superconscious Meditation" schreibt Swami Veda Bharati (1933 - 2015) Folgendes: „Derzeit sind im Westen drei Arten des Yogas bekannt. Ich bezeichne diese als Hollywood Yoga, Harvard Yoga und Himalaya Yoga.“ Diese unkonventionelle, aber treffende Unterteilung wurde zu einer Zeit gemacht, als Yoga in erster Linie noch im ursprünglichen Sinne als meditative Praxis zur Selbsterkenntnis verstanden wurde und nicht als schweißtreibendes Bodyworkout mit Musikbegleitung. Und damals wurde mit Yogasanas auch noch nicht für Kaffee oder andere modische „spirituelle Notwendigkeiten“ geworben.

stille trotz laerm„Nie hatte die Welt ‚Lehrmeister der Stille‘ nötiger als heute, und gerade heute findet man sie seltener denn je…“, bemerkte Tiziano Terzani in seiner Einsiedelei im Himalaya. Wir leben in einer Welt, in der die Intensität und Schnelligkeit von Eindrücken rasant zunimmt; und proportional dazu verstärkt sich der Wettlauf gegen die Langeweile und die Sucht nach "fun & action". Viele haben sich mittlerweile so sehr an eine Berieselung gewöhnt, dass sie Musik nicht nur zu Hause, im Auto oder bei der Arbeit ununterbrochen hören, sondern auch beim Yoga unter keinen Umständen darauf verzichten wollen.

Herz Blatt BaliEs gibt fünf Qualitäten und Lebensaufgaben, die ausschlaggebend dafür sein können, ob wir ein Ziel - egal ob weltlich oder spirituell - irgendwann einmal erreichen, oder ob wir unser Vorhaben schon vorher abbrechen bzw. es im Sand verlaufen lassen:
1) Sehnsucht
2) Wille
3) Anleitung
4) Praxis
5) Geduld

KarmaManchmal werde ich darauf angesprochen, wie es mir jedes Jahr gelingt, eine mehrmonatige Auszeit zu nehmen. Auch wenn diese Frage berechtigt ist, klingt sie für mich dennoch etwas ungewöhnlich, denn ich könnte mir ein „work-around-the-year-life“ gar nicht vorstellen. Um auch künftig diesem „Schicksal“ entgehen zu können, frage ich mich immer wieder bei wichtigen Berufs- und Lebensentscheidungen: „Arbeite ich um zu leben, oder lebe ich um zu arbeiten“?

VG sunriseNach Ayurveda ist nicht nur Lebensstil & Ernährung (Vihara & Ahara) sondern auch das richtige und falsche Timing ausschlaggebend für unsere Gesundheit oder Krankheit. Für mich ist dieses Thema tagtäglich ein Experimentierfeld, ohne dass ich den Anspruch habe, in allen Lebensbereichen die perfekte Balance gefunden zu haben. Ein paar ayurvedische Grundlagen sind dabei für mich eine Inspirationsquelle immer wieder genau hinzuspüren, was sich tatsächlich stimmig und was sich unstimmig anfühlt.

Oellampe blogIn Indien gibt einen Zusammenhang von drei alten Wissenschaften, die in einer heilsamen Art aufeinander aufbauen, übergreifen und sich ergänzen: Ayurveda – Yoga - Advaita-Vedanta
•    Ayurveda ist die Grundlage für unser Wohlbefinden und bringt den Körper ins Gleichgewicht.
•    Yoga (im ursprünglichsten Sinn) ist zusätzlich für die Balance des Geistes zuständig.
•    Advaita-Vedanta (die Lehre der Nicht-Dualität) lässt die Seele zu ihrem Ursprung zurückkehren und ganzheitlich werden.

Advent Mondsee

„Die fünf Farben machen unsere Augen blind.
Die fünf Töne machen unsere Ohren taub.
Die fünf Geschmäcker machen unsere Zunge schal.
Vergnügen machen unser Herz wirr.
Daher lässt sich der Weise von seinem Herzen führen
und nicht von seinem Auge.“
   Laozi

Man kann es heutzutage kaum glauben, aber bis vor 100 Jahren war Advent eine Zeit der Reduktion und des Fastens. „Adventus Domini“ war die Zeit im Jahr sich auf die „Ankunft des Herrn“ vorzubereiten. Im übertragenen Sinn bedeutet dies, sich für das (innere) Göttliche zu läutern. Das Adjektiv „lauter“ heißt „rein“, „ungetrübt“, „aufrichtig“ und beinhaltet jene Qualitäten, die wir auch im Yoga in dem Begriff satya (Wahrhaftigkeit) wiederfinden; also jenes yama (Disziplin), das uns immer wieder auf das eigentliche Ziel des Yoga hinweist.

Pajalo FelsenWie oft bin ich schon gefragt worden, warum ich einst Mönch geworden bin und was mich dazu bewegt hat, nach 12 Jahren die Robe wieder abzulegen. Beim Niederschreiben dieser Erinnerungen – die mir wie aus einem anderen Leben vorkommen – wird mir wieder einmal bewusst, wie sehr sich meine Lebensziele im Laufe der Zeit verändert haben; wie mein Leben eher einem unfassbaren Traum als einer greifbaren Realität gleicht und wie dabei Ent-Täuschung die Grundlage für spirituelle Ent-Faltung sein kann - und Wahrheitssuche, Geduld und Mut die dazu nötigen Eigenschaften.

mindfull blogIn der Satipatthana Sutta, einer der wichtigsten Lehrerrede des Buddha über Achtsamkeit, werden diese Eigenschaften mit Bala bezeichnet, was sowohl Kind (vergleiche: Balasana) als auch Kraft bedeutet. Diese Doppeldeutigkeit beschreibt die unvergleichliche Macht, die ein junger Mensch in sich hat. Ohne diese Kräfte zu entwickeln, werden wir früher oder später vom meditativen Pfad abkommen, egal um welche Praxisform oder Tradition es sich handelt. Auch wenn folgende Auflistung ursprünglich aus dem Buddhismus stammt, so werden die gleichen fünf Qualitäten auch in den Yogasutren von Patanjali gelistet (Vers 1, 20).

IbizaOsho schreibt in seinem „Yoga-Buch“*:
„Setz dich an einem frühen Morgen unter einen Baum, wenn die Sonne noch nicht aufgegangen ist; sobald die Sonne aufgeht, wird dein Körper aktiv und es ist schwerer, in der inneren Ruhe zu bleiben. Aus diesem Grund wurde im Osten immer vor Sonnenaufgang meditiert. Sie nennen dort diese Zeit brahmamuhurta, den Augenblick des Göttlichen.

 

Rishikesh 2010

Auch wenn durch Yoga-Leidenschaft, Identifikation und Geld emotionale Wogen hochschwappen, sollten wir als Yoga-Lehrer*in und Praktizierende uns dieser umstrittenen Thematik stellen und sie hinterfragen.

ya brahmaviharas blogIm Sommer 2015 hatte ich die Gelegenheit bei der British Wheel of Yoga Conference in London dieses Thema zu präsentiert und im Dezember 2015 schrieb ich darüber einen Artikel für yoga aktuell. Einige der Passagen zu diesem zeitlosen und immer relevanten Thema möchte in diesem Blogeintrag widergeben.

Eisenau huetteSchon in frühen Jahren war Henry David Thoreau mit seinen Klassikern „Walden“ und „Die Pflicht des Ungehorsam gegen den Staat“ eine großartige Inspirationsquelle für meinen Lebensweg. Schon damals weigerte ich mich der Pflicht des Militärdienstes nachzugehen und musste – wie es einst üblich war - vor einer Kommission beweisen, dass ich aus Prinzip Waffengewalt ablehne. Außerdem zog es mich immer wieder in die Einsamkeit zurück (siehe Foto); und diese Sehnsucht durfte ich in meinen späteren buddhistischen Mönchsjahren in vollem Maße auskosten. Übrigens liebte es Thoreau auch, sich in Hindu-Schriften wie die Bhagavad Gita zu vertiefen.

feet sea Kerala blogIm Ayurveda gibt es 15 Indikatoren, die jedem von uns erkennbare Anhaltspunkte geben, wie psychosomatisch gesund wir gerade sind - oder eben nicht; jedoch ohne Garantie und mit der Möglichkeit von entsprechend persönlichen Abweichungen.

tropfen leinwand blogEs war wieder einmal höchste Zeit, dass ich mich für ein paar Tage auf jene Almhütte zurückziehe, die ich seit 30 Jahren für meine ganz persönlichen Retreats verwende. Dieser Platz hat einst dazu beigetragen, meinen Mönchsweg einzuschlagen; und - 12 Jahre später – hat er mich immer wieder in eine innere Balance gebracht, wenn mich das weltliche Lebens aus der Bahn geworfen hat. Diese uralten Gemäuer - mit ihrer einfachen Einrichtung und alten Öfen, ohne Strom, Fließwasser und Handyempfang - kennen mich und meine Themen besser als die meisten Menschen in meiner Umgebung.

Ibiza Vogel blogAuch wenn wir es kaum merken, passiert heute am Sommer-Sonnwendtag ein Shift im Kosmos und der Natur, der auch auf unser Leben eine wesentliche Wirkung hat. Er führt uns vor Augen, dass nicht nur die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden, sondern dass alles irgendwann einmal einen Höhepunkt erreicht und dann wieder abnimmt und sich auflöst. Deswegen wurde in vielen Hochkulturen dieser Tag nicht nur exakt bemessen, sondern auch demütig bedacht und herzlich gefeiert.

5 hindernisse titelfotoJeder der meditiert erlebt dabei unterschiedliche Hindernisse, und jeder hat seine eigene Art damit umzugehen. Lassen wir uns durch sie in die Knie zwingen, kämpfen wir hartnäckig dagegen oder sehen wir darin ein einzigartiges Tor zur Selbsterkenntnis?

maenner yogaVor kurzem wurde ich beim Eröffnungsfest der Gasteiner Yogatage von der herzlichen und kompetenten Initiatorin und Yogaguide-Begründerin Elfi Mayer als einziger männlicher Yogalehrer vorgestellt. Und als ich im Publikum ebenfalls nur wenige männliche Artgenossen entdeckte, wurde mir wieder Mal klar, dass man(n) noch einiges an innerer Arbeit zum Nachholen hat : )

Letzte Woche hatte ich wieder einmal die Gelegenheit, bei einer Yogalehrerausbildung das Thema „Meditation“ den Teilnehmer*innen näher zu bringen. Unterschiedliche Yogalehrerausbildungen setzen zwar verschiedene Schwerpunkte, aber bei fast allen der unzähligen Angebote stehen der körperliche Aspekt und die Asanapraxis so sehr im Vordergrund, dass für Meditation, Pranayama und Philosophie kaum Entfaltungspotential besteht, - speziell dann nicht, wenn es sich um ein „fast-training“ mit 200-Stunden-Ausbildung handelt.

Wenn ich bei so einer großen Yoga-Veranstaltung dabei bin, dann kommen in mir immer wieder ambivalente Gefühle auf, die mir mein etwas zwiespältiges Verhältnis zur modernen „Yogaszene“ widerspiegeln. Es war meine vierte Konferenz, bei der ich die Ehre hatte, als Gastreferent teilzunehmen. Die freundliche Fürsorge der Organisatoren färbte sich dabei wunderbar auf die Veranstaltung ab. Und weil es nicht nur um schweißtreibenden Workout und um körperliche Performance ging, hatte ich die Möglichkeit, Schwerpunkte zu präsentieren, die eigentlich sonst kaum im üblichen Asana-Dschungel und bei den neuesten Yogatrends vorkommen : )

Nach 127 Tagen im fernen Morgenland und 27 Stunden Rückreise bin ich vor ein paar Tagen bei 27 Grad Temperaturunterschied wieder in der guten alten Heimat und bei winterlichen Verhältnissen gelandet : ) . . . und manches hier schätzt man erst dann so richtig, wenn man lange genug weg war.

Ich finde diese Antwort auf die „satanische Aussagen“ vom Herrn Pfarrer Wagner sehr sachlich, kompetent und einfühlsam.Allerdings ist es auch interessant einmal die andere Seite zu beleuchten und zu sehen, wie viel Respekt und Hingabe einige Yogis zu Jesus hatten: Pramahansa Yogananda war überzeugt, dass Jesus - wie die ehrwürdigen Weisen und Meister des Ostens - den Yoga nicht nur selbst kannte, sondern diese universale Wissenschaft der Gottverwirklichung auch an seine engeren Jünger weitergab.

Eine von unzähligen esoterischen, yogischen, tranfromierenden Pinnwänden in Tiru, in Indien und auf der ganzen Welt, wo sich jeder so wichtig, heilig, super gesund oder erleuchtet präsentiert . . . und mir manchmal einfach der Humor (siehe Foto) fehlt!

Pondy Morgenstimmung neuMorgenstimmung in dem französisch angehauchten Pondicherry und letzter Tag in Indien.
Nach Monaten und Jahren die ich (wir) seit 1992 insgesamt in Thailand, Sri Lanka und Indien verbracht habe - und zusätzlich einige Wochen in Burma und Shanghai - betreten wir ab morgen wieder Mal Neuland: BALI – und das für 7 Wochen!
Auch wenn im Außen sich vielleicht einiges verändern wird, im Inneren bleibt eigentlich doch alles beim Alten – sie es positiv oder negativ: Denn „alle Orte sind in dir, und du bist nicht in den Orten . . . wie können sie dir Schwierigkeiten machen. Wenn du das Selbst erkannt hast, dann werden alle Plätze für die spirituelle Praxis gleich geeignet sein.“ (Ramana Maharshi)

Virupaskah CaveWolter Keers, a dutch teacher on yoga and advaita, met Sri Ramana Maharshi in 1950, just few months before he passed away. He wrote about him and his encounter:
„Bhagavan knew with absolute certainty who and what he was. By abiding in that state, something of that conviction, that supreme knowledge, communicated (mostly in silence) to those around him. In my case it broke through my fears and desires, enabling me to let go of the desire to enrich an imaginary ‘me’.
In this memory of his presence I find myself asking again, ‘What does it mean to me?’: That stillness that he is is the stillness that I am. That stillness is the meaning of all things. To find this stillness, people do all sorts of things, hoping that they will make them happy. Everybody is hungry for this perfect equilibrium, this unfathomable peace. This innermost feeling, which is not really a thought or a feeling, may be called ‘Love’. This, I discovered, is what human beings are: love in search of itself.” ("The Power of Presence" by David Godman) 

Arunachala Flo Shivaratri neuShivaratri-Stimmung am Shiva-Berg Arunachala mit Blick auf Tiruvannalalai und Haupttempel . . . und nächtliche Umrundung des heilgen Berges mit einigen anderen (hundertausend) "frommen Pilgern". Denn hier geht’s um alles; ganz nach dem Motto: „Wer glaubt wird selig“ : )
„Shivaratri ist im Hinduismus das höchste Fest, die heiligste aller Nächte und außerdem ein besonders wichtiger Energie-Tag. Die Nacht des Shiva gilt als außerordentlich segensbringend und wunscherfüllend. Denn in dieser besonderen Nacht ist Shakti (Illusion,Maya) abgelenkt von Shiva, so dass alle Seelen-Wünsche in Erfüllung gehen, negative Energien gelöst werden und sehr hohe spirituelle Erfahrungen mit relativ wenig Aufwand möglich sind. Shakti verliert in dieser Nacht ihre Kraft, uns in ihrem Spiel gefangen zu halten und wir bekommen eine direkte Verbindung zum Göttlichen. Shivaratri symbolisiert also in erster Linie die Vereinigung unserer Seele mit dem unbegrenzten Göttlichen. Damit dient ein jedes Ritual auch der Verschmelzung mit Gott und dem Wieder-Erreichen unseres wahren Ich.“

Ramana DestinyA poster on the wall of the German Bakery in Tiruvannamalai.
In a way Sri Ramana Maharshi is teaching to transfer FOMO (raga) into JOMO (vairagaiya): to move from 'Fear Of Missing Out' towards the 'Joy Of Missing Out'! ... is there another way to become really happy?

Licht Blumen RitualLight-Flower-Offering during a Buddhist ritual for Mother Nature and all Beings during the “Conversations in Yoga”-Retreat with Emil Wendel:
„There are millions of Gods, a thousand castes, hundreds of languages and dialects. There is neither one founder of the religion nor one church nor one religious leader. Nor is there one holy book or one doctrine, one religious symbol or one holy center. […] What makes it possible for India to endure so many contrasts and contradictions and to absorb so many alien elements? Is it tolerance or ignorance? Is there an implicit form of religion and religiosity here whose extensive peaceful toleration of Otherness can serve as a model for the multicultural and multireligious problems of the present?” Axel Michaels “Hinduism: Past and Present”

SatsangaDaniela und ich waren gerade zum 4. Mal eim “Conversations in Yoga” Retreat von Emil Wendel in Goa; und es war einer der wenigen Male, wo ich eine Power Point Presentation über mein Leben als Mönch gehalten habe . . . was mir mittlerweile wie ein anderes Leben vorkommt. Es ging dabei aber nicht nur um Askese, Abenteuer und soziales Engagement, sondern auch um mein Resümee einer 30-lährigen spirituellen Reise:
“Jeden Tag kann ich mir bewusst machen, dass es möglich ist in dieser Welt zu leben, ohne durch die“Ashta Loka Dharma”* aus dem Gleichgewicht zu kommen . . . und der Rest wird sich von selber entfalten!”
(* Die acht weltlichen Phänomene sind: Glück und Leid, Gewinn und Verlust, Verehrung und Verachtung, Erfolg und Misserfolg)

Agonda sunsrise northMorgenstimmung in Agonda, mein Lieblingsstrand in Indien. „Im Osten wurde immer vor Sonnenaufgang meditiert. Sie nennen dort diese Zeit „brahmamuhurta“, den Augenblick des Göttlichen. Denn mit der Sonne steigen Energien auf und fangen an, in die gewohnten Muster zu fließen, die du geschaffen hast. Am frühen Morgen, ist jedoch alles still und die Natur schläft: die Bäume schlafen, die Vögel schlafen, die ganze Welt schläft, auch dein Körper ist noch still. Versuche einfach hier in diesem Moment zu sein. Tue nichts; meditiere nicht einmal. Gib dir keine Mühe. Schließe einfach deine Augen und bleib still, in der Stille der Natur.“ Zitat aus „Das Yoga-Buch“ von Osho

monks monkys webDer heilige Berg Arunachala ist einer der wenigen Plätze auf diesem Planeten, wo es mich wie zu einem Magneten hinzieht. Dort wird all das so nichtig, was ich je in diesem Leben erreicht habe und künftige Ziele verlieren ihre scheinbare Wichtigkeit. Eine ganz leise Ahnung kommt auf, dass mein Leben und diese Welt nur ein illusionärer Film ist, der auf die ewige Leinwand des Seins projiziert werden. Und ich muss gestehen, dass es einige Überwindung braucht, um mich von dieser Anziehungskraft wieder zu lösen; bzw. meine wunderbare Frau, bestimmte (karmische) Verpflichtungen und einige Tricks, mit denen mich Maya wieder in die „Alltagswirklichkeit“ zurück holt : )

Sri Ramana Maharshi: „Entsagung geschieht im Geist und nicht dadurch, dass man in den Wald oder die Einsamkeit geht und die Pflichten aufgibt. Das Wichtigste ist, darauf zu achten, dass sich der Geist nach innen wendet und nicht nach außen.“

Ramana 12.1.17 137.GTHeute ist Sri Ramana Maharshis 137. Geburtstag . . . und was für ein Glück an diesem Tag an "seinem Berg" Arunachala sein zu dürfen!
Das Geheimnis eines glücklichen Lebens: "Wenn ein Mensch die Fehler anderer übersieht, nur ihre Verdienste würdigt und so die Gelassenheit seines Geistes bewahrt, wird sein ganzes Leben glücklich sein. Es ist großartig, wenn ein Sucher in allem unbekümmert ist, einen kühlen Geist bewahrt, frei ist von Wünschen und ohne Hass."

Arunachala Sonnenaufgang innerpathNach 7 Monaten ist es endlich so weit: Meine neue Webseite ist Online!!!
Heute morgens hab ich noch den (halben) Hl. Berg Arunachala in umwandert . . . und schon geschehen Wunder!
Großen Dank und Respekt an meinen Webmaster Peter Baumgartner Baumgartner der mit so viel Geduld und Mühe auf meine vielen Wünsche einzugehen. . . . . denn manchmal ist es gar nicht so leicht Vielfalt in übersichtliche Einfachheit zu transformieren – noch dazu bei der Menge an Infos. Dank auch an meine Frau und unersetzliche Designerberaterin Daniela Wolff; und an all den anderen Mitwirkenden wie Bryan Reinhart für die genialen Fotos, etc.
Auch wenn so ein Webseiten-Projekt zunächst die Identifikation stärkt und das Ego herausputzt, habe ich zumindest versucht "Simple Wisdom" und Authentizität in den Vordergrund zu stellen ... statt "Showbusiness" und esoterischen Kitsch : ).
Möge schließlich der Inhalt dazu beitragen mich und andere jener Wahrheit und Stille ein Stück näher zu bringen, die man weder durch Worte ausdrücken noch auf Webseiten zeigen kann - sondern nur in uns selber zu finden ist. Und dafür ist das sattvische Ambiente von Sri Ramana Maharshi der richtige Ausgangspunkt!
„Deham - Naham - Koham - Soham!“
Dieser Körper: Bin ich nicht! - Wer bin ich? - Ich bin Bewusstsein!
Namaste vom Arunachala, Florian

NewYear2017Bin am Neujahrstag in der Dunkelheit alleine auf den heiligen Berg gewandert und oben mit dem ersten Sonnenaufgang in diesem Jahr und einem herrlichen Panorama begrüßt worden : )

Dezember morgen Balkon

Einer der letzten Morgen in Österreich - und mir scheint, dass dieses Land seit vergangenen Sonntag besonders strahlt : ) . . .
Und ab Sonntag geht's dann endlich für 4,5 Monate nach Indien und Bali. Nach den terminreichen letzten Monaten ist es für mich höchste Zeit die Sachen zu packen um wieder mehr auf Wesentliches zu achten. Seit diesem Herbst ist es mir wieder ganz klar geworden, dass meine Berufung nicht nur darin besteht, Yogalehrer als Beruf zu haben : )
Good by good old Austria, with a great new president!